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Juli 2016

Eine Liebeserklärung der besonderen Art
Der berühmte Rabbi von Alexander faßte einmal vor dem Schlafengehen
einen wichtigen Beschluß.
Da die Erde damals voller Leid und Streit war beschloß er, gleich nach dem Aufstehen damit zu beginnen, die ganze Welt zu verbessern.
Als er dann am nächsten Tag aufstand, erschien ihm das ganze Projekt doch zu hoch gestochen, und er beschloß, nur das Land, in dem er lebte in Ordnung zu bringen.
Doch alsbald erschien ihm auch dies eine zu schwere Aufgabe.
Vielleicht genügt es, so dachte er, wenn ich meiner Heimatstadt
zu einer besseren Moral verhelfe.
Oder meinem Bezirk oder der Gasse in der ich lebe, oder wenn ich wenigstens das Haus, in dem ich wohne, besser mache.
Als der Rabbi zuletzt einsah, daß es ihm wahrscheinlich nicht einmal gelingen würde, seine Familie zur Besserung zu bewegen, da faßte er den endgültigen Entschluß:
„Also muß ich halt mit mir selbst beginnen!“

Rabbi von Alexander



Die Erde gehört uns allen

Ich weiß nicht, ob irgend jemand von Ihnen heute am frühen Morgen
das Sonnenlicht auf dem Wasser bemerkt hat. Wie ungeheuer weich
das Licht ist und wie das dunkle Wasser tanzt, mit dem Morgenstern
über den Bäumen, dem einzigen Stern am Himmel zu dieser Zeit.
Nehmen Sie diese Dinge überhaupt wahr? Oder sind Sie so geschäftig,
so mit Ihrer Alltagsroutine beschäftigt, daß Sie die Fülle der
Schönheit dieser Erde - der Erde, auf der wir alle miteinander leben
müssen - vergessen oder überhaupt noch nie bemerkt haben? Ganz
gleich, ob wir uns Kommunisten oder Kapitalisten, Hindus oder
Buddhisten, Moslems oder Christen nennen, ob wir blind, gelähmt
oder gesund und glücklich sind - diese Erde ist unsere Erde.
Verstehen Sie das? Es ist unsere Erde, nicht die von irgend jemand
anderem, es ist nicht nur die Erde der Reichen, und sie gehört nicht
nur den mächtigen Herrschern und Grundbesitzern, sondern es ist
unsere Erde, Ihre und meine.
Wir sind unbedeutende Leute, und doch leben wir auch auf dieser
Erde, und wir alle müssen zusammen leben. Die Welt gehört den
Armen ebenso wie den Reichen, den Analphabeten genauso wie den
Gebildeten. Es ist unsere Welt, und ich denke, daß es sehr wichtig ist,
das zu fühlen und die Erde zu lieben, und zwar nicht nur gelegentlich,
an einem stillen, friedlichen Morgen, sondern immer. Wir können
nur dann spüren, daß dies unsere Welt ist, und sie lieben, wenn
wir verstehen, was Freiheit ist.

Jiddu Krishnamurti

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