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Juli 2017

Robert hatte einen dringenden Auftrag zu erledigen und mußte dazu noch einmal ins Büro. Seine kleine Tochter Nadine konnte er nicht alleine zu Hause lassen, also nahm er sie mit. Nadine mochte Papas Büro, weil es da so viele interessante Dinge gab. Robert wollte sich eine Beschäftigung für Nadine einfallen lassen, die seinen Vorstellungen von pädagogisch sinnvoller Frühförderung entsprach und sie vor allen Dingen die nächste Stunde in Anspruch nehmen würde.

In einer Zeitschrift fand er eine besonders schöne Aufnahme der Erdkugel. Die schnitt er in viele kleine Teile, legte diese auf ein Tablett, mischte sie gut durch und überreichte Nadine das Puzzle.

Nadine zog sich zufrieden ins Nachbarbüro zurück – und kaum zehn Minuten später stand sie stolz vor Robert, mitsamt der fehlerlosen Abbildung der Erde. Auf Roberts erstaunten Blick erwiderte sie strahlend „Weißt du Papa, auf der Rückseite war ein Mensch drauf. Der war leichter. Da habe ich den Menschen zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war auch die Welt in Ordnung“.

Unbekannter Autor




Die Erde gehört uns allen

Ich weiß nicht, ob irgend jemand von Ihnen heute am frühen Morgen
das Sonnenlicht auf dem Wasser bemerkt hat. Wie ungeheuer weich
das Licht ist und wie das dunkle Wasser tanzt, mit dem Morgenstern
über den Bäumen, dem einzigen Stern am Himmel zu dieser Zeit.
Nehmen Sie diese Dinge überhaupt wahr? Oder sind Sie so geschäftig,
so mit Ihrer Alltagsroutine beschäftigt, daß Sie die Fülle der
Schönheit dieser Erde - der Erde, auf der wir alle miteinander leben
müssen - vergessen oder überhaupt noch nie bemerkt haben? Ganz
gleich, ob wir uns Kommunisten oder Kapitalisten, Hindus oder
Buddhisten, Moslems oder Christen nennen, ob wir blind, gelähmt
oder gesund und glücklich sind - diese Erde ist unsere Erde.
Verstehen Sie das? Es ist unsere Erde, nicht die von irgend jemand
anderem, es ist nicht nur die Erde der Reichen, und sie gehört nicht
nur den mächtigen Herrschern und Grundbesitzern, sondern es ist
unsere Erde, Ihre und meine.
Wir sind unbedeutende Leute, und doch leben wir auch auf dieser
Erde, und wir alle müssen zusammen leben. Die Welt gehört den
Armen ebenso wie den Reichen, den Analphabeten genauso wie den
Gebildeten. Es ist unsere Welt, und ich denke, daß es sehr wichtig ist,
das zu fühlen und die Erde zu lieben, und zwar nicht nur gelegentlich,
an einem stillen, friedlichen Morgen, sondern immer. Wir können
nur dann spüren, daß dies unsere Welt ist, und sie lieben, wenn
wir verstehen, was Freiheit ist.

Jiddu Krishnamurti

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